Wer Thüringen nur mit Erfurt und dem Thüringer Wald verbindet, sieht nur einen Teil des Landes. Das Eichsfeld im Nordwesten besitzt beispielsweise eine ganz eigene regionale Identität. Heilbad Heiligenstadt und Leinefelde-Worbis bilden wichtige Zentren einer ansonsten stark von kleineren Orten und ländlichen Strukturen geprägten Region.
Im Norden schließen sich Nordhausen und die Südharzregion an. Weiter südöstlich prägen Kyffhäuser, Bad Frankenhausen und Sondershausen die Region. Im Westen liegen Eisenach, der Wartburgkreis und die Thüringer Rhön mit Orten wie Bad Salzungen.
Zentral liegen Erfurt, Gotha und das Weimarer Land. Zwischen Weimar und Jena verbindet sich eine außergewöhnlich hohe Dichte an Kultur, Hochschulen, Wissenschaft und Forschung mit einer überwiegend ländlichen Umgebung.
Der Süden wird stark durch den Thüringer Wald geprägt. Suhl, Schmalkalden, Meiningen, Oberhof, Hildburghausen und Sonneberg besitzen jeweils eigene Traditionen. Wintersport, Wandern, Wald, Metallverarbeitung, Handwerk und Tourismus spielen hier vielerorts eine wichtige Rolle.
Ostthüringen wiederum ist noch einmal anders. Gera, Greiz und Altenburg bilden urbane und regionale Zentren. Im Saalegebiet rund um Jena, Rudolstadt, Saalfeld und den Saale-Orla-Kreis treffen Flusslandschaften, Wälder, Industrie, Wissenschaft und Tourismus aufeinander.