Nebenberuflich selbstständig oder kleines Unternehmen? So kannst du deine Dienstleistungen sichtbar machen
Die Idee, sich selbstständig zu machen, beginnt nicht immer mit einem Büro, mehreren Mitarbeitern und einem großen Businessplan.
Manchmal beginnt sie viel kleiner.
Jemand kennt sich hervorragend mit Computern aus. Eine andere Person übernimmt nebenberuflich Möbelmontagen. Jemand hat jahrelange Erfahrung mit Fahrzeugen und möchte eine Kaufberatung anbieten. Andere geben Nachhilfe, helfen bei der Gartenarbeit, fotografieren, beraten Kunden oder bieten Unterstützung rund um Social Media an.
Viele dieser Menschen haben etwas gemeinsam: Sie können etwas, das andere Menschen suchen.
Und längst nicht jeder muss dafür sofort seinen bisherigen Beruf aufgeben.
Kleine Unternehmen sind in Deutschland die Regel, nicht die Ausnahme
Wer bei „Unternehmen“ zuerst an große Konzerne denkt, bekommt ein falsches Bild der deutschen Unternehmenslandschaft.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gehörten 2023 rund 3,2 Millionen Unternehmen beziehungsweise 99,3 Prozent der betrachteten Unternehmen zu den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Rund 2,6 Millionen davon waren Kleinstunternehmen.
Als Kleinstunternehmen gelten in dieser Statistik Unternehmen mit höchstens neun Beschäftigten und einem Jahresumsatz von höchstens zwei Millionen Euro.
Großunternehmen machen dagegen nur einen sehr kleinen Teil der Unternehmenslandschaft aus.
Auch für den Arbeitsmarkt sind kleinere Unternehmen bedeutend: Rund 53 Prozent der Beschäftigten in den vom Statistischen Bundesamt betrachteten Wirtschaftsbereichen arbeiteten 2023 in kleinen und mittleren Unternehmen.
Hinter dem Begriff „Unternehmen“ steckt in Deutschland also sehr häufig kein großer Konzern, sondern ein kleiner Betrieb, ein Selbstständiger oder ein Unternehmen mit nur wenigen Beschäftigten.
Der Nebenerwerb wird für Gründer immer wichtiger
Noch deutlicher wird die Entwicklung, wenn man sich aktuelle Zahlen zu Existenzgründungen anschaut.
Der KfW-Gründungsmonitor kommt für das Jahr 2025 auf rund 690.000 Existenzgründungen in Deutschland.
Besonders interessant ist dabei der Nebenerwerb.
Von diesen Gründungen entfielen nach Angaben der KfW ungefähr 483.000 auf Nebenerwerbsgründungen. Das entspricht rund 70 Prozent.
Nur rund 206.000 Gründungen erfolgten im Vollerwerb.
Das zeigt: Eine Selbstständigkeit muss nicht zwangsläufig bedeuten, von einem Tag auf den anderen den bisherigen Beruf aufzugeben.
Für viele Menschen ist der Nebenerwerb eine Möglichkeit, eine eigene Idee zunächst neben der bestehenden Beschäftigung aufzubauen.
Erst einmal ausprobieren, ob die eigene Idee funktioniert
Vielleicht kannst du etwas besonders gut und fragst dich schon länger, ob andere Menschen bereit wären, für diese Leistung zu bezahlen.
Aber lohnt sich dafür sofort eine eigene große Webseite? Brauche ich Werbung? Gibt es überhaupt genügend Interessenten? Und funktioniert meine Idee außerhalb des eigenen Freundes- und Bekanntenkreises?
Solche Fragen lassen sich am Anfang häufig nur schwer beantworten.
Eine nebenberufliche Tätigkeit kann deshalb eine Möglichkeit sein, eine Geschäftsidee zunächst in kleinerem Rahmen zu erproben.
Auch die KfW beschreibt, dass der Nebenerwerb unter anderem dazu genutzt wird, eine konkrete Geschäftsidee auszuprobieren. Gleichzeitig kann der Wunsch nach einem zusätzlichen Einkommen eine Rolle spielen.
Das macht den Nebenerwerb für Menschen interessant, die nicht sofort alles auf eine Karte setzen möchten.
Dienstleistungen sind für kleine Anbieter besonders interessant
Nicht jede Geschäftsidee benötigt ein Lager, Maschinen oder große Investitionen.
Gerade bei Dienstleistungen besteht das eigentliche Angebot häufig aus dem eigenen Wissen, Können und der persönlichen Erfahrung.
Das kann beispielsweise technische Unterstützung, Nachhilfe, Beratung, Gartenarbeit, Montage, Fotografie, Kaufberatung, Gestaltung oder eine andere praktische Dienstleistung sein.
Auch die Gründungszahlen zeigen die Bedeutung dieses Bereichs. Nach Angaben der KfW entfällt ein großer Teil der Existenzgründungen in Deutschland auf den Dienstleistungsbereich.
Wer eine Dienstleistung anbietet, muss deshalb nicht zwangsläufig mit einem großen Unternehmen starten.
Manchmal beginnt alles mit einer einfachen Frage:
Was kann ich gut – und wer könnte genau diese Hilfe gebrauchen?
Die ersten Kunden sind häufig die größte Herausforderung
Eine gute Dienstleistung allein reicht allerdings nicht aus.
Menschen müssen auch erfahren, dass es dieses Angebot überhaupt gibt.
Gerade am Anfang kann das eine der schwierigsten Aufgaben sein. Ein etabliertes Unternehmen besitzt vielleicht bereits Stammkunden, Empfehlungen, eine bekannte Webseite oder ein entsprechendes Werbebudget.
Wer neu startet, hat all das häufig noch nicht.
Auch in Untersuchungen der KfW wird die Kundengewinnung als eine Herausforderung bei Gründungen thematisiert.
Das ist nachvollziehbar: Bevor jemand eine Dienstleistung buchen kann, muss er den Anbieter zunächst finden.
Genau hier setzt KennMichAus an
KennMichAus möchte Menschen, die etwas können, mit Menschen zusammenbringen, die genau diese Unterstützung suchen.
Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob hinter einem Angebot ein etabliertes Unternehmen, ein Selbstständiger oder jemand steht, der seine Tätigkeit gerade erst aufbaut.
Auf KennMichAus können Anbieter zeigen, womit sie sich auskennen und welche Dienstleistungen sie anbieten.
Das kann eine Dienstleistung vor Ort sein oder eine Leistung, die online angeboten werden kann.
Statt nur einen Firmennamen zu präsentieren, steht dabei die konkrete Fähigkeit beziehungsweise Dienstleistung im Mittelpunkt.
Ein Interessent soll möglichst schnell erkennen können:
Was kann diese Person oder dieses Unternehmen für mich tun?
Für Unternehmen, Selbstständige und Menschen im Nebenerwerb
KennMichAus ist nicht ausschließlich für Privatpersonen gedacht.
Auch Unternehmen, Kleinunternehmer, Selbstständige und nebenberuflich Tätige können ihre Dienstleistungen präsentieren.
Gerade für kleinere Anbieter kann das interessant sein.
Ein Handwerker kann beispielsweise bestimmte Leistungen anbieten. Eine selbstständige Fotografin kann ihre Erfahrung sichtbar machen. Ein nebenberuflicher Technikexperte kann Unterstützung bei Computern anbieten. Eine Nachhilfelehrerin kann zeigen, welche Fächer sie unterrichtet.
Dabei muss nicht jeder alles anbieten.
Im Gegenteil: Je konkreter beschrieben wird, womit man sich wirklich auskennt, desto leichter können Interessenten einschätzen, ob das Angebot zu ihrem Anliegen passt.
Kostenlos mit KennMichAus starten
Wer eine neue Dienstleistung ausprobieren möchte, will möglicherweise nicht sofort viel Geld für Werbung oder einen umfangreichen Internetauftritt ausgeben.
Genau hier soll KennMichAus einen einfachen Einstieg ermöglichen.
Du kannst ein Profil erstellen, beschreiben, was du anbietest, deine Erfahrungen vorstellen und angeben, ob deine Unterstützung online, vor Ort oder auf beiden Wegen möglich ist.
Die Nutzung von KennMichAus und das Erstellen eines Profils sind kostenlos. Auch eigene Angebote können kostenlos eingestellt werden.
So können sowohl bestehende Unternehmen und Selbstständige als auch Menschen, die gerade erst anfangen, ihre Leistungen sichtbar machen.
Das ersetzt natürlich keine unternehmerische Planung. Es bietet aber eine zusätzliche Möglichkeit, von Menschen gefunden zu werden, die genau diese Dienstleistung suchen.
Nebenberuflich bedeutet nicht automatisch privat
Ein Punkt ist besonders wichtig.
Nur weil jemand eine Tätigkeit neben seinem Hauptberuf ausübt, bedeutet das nicht automatisch, dass diese Tätigkeit rechtlich eine rein private Tätigkeit ist.
Wer Dienstleistungen regelmäßig, selbstständig und mit Gewinnerzielungsabsicht anbietet, sollte prüfen, welche steuerlichen, gewerberechtlichen oder gegebenenfalls berufsrechtlichen Anforderungen für die eigene Tätigkeit gelten.
Ob beispielsweise eine Gewerbeanmeldung erforderlich ist oder eine freiberufliche Tätigkeit vorliegt, hängt von der konkreten Tätigkeit und den persönlichen Umständen ab.
KennMichAus entscheidet nicht darüber, wie eine Tätigkeit rechtlich oder steuerlich einzustufen ist. Jeder Anbieter ist selbst dafür verantwortlich, die für ihn geltenden gesetzlichen Vorgaben einzuhalten.
Wer aus einer gelegentlichen Tätigkeit ein regelmäßiges Angebot machen möchte, sollte sich deshalb frühzeitig informieren.
Aus Erfahrung kann eine Dienstleistung entstehen
Viele Fähigkeiten erscheinen einem selbst irgendwann selbstverständlich.
Wer seit Jahren Computer repariert, denkt vielleicht gar nicht mehr darüber nach, wie schwierig die Auswahl eines neuen PCs für einen Einsteiger sein kann.
Wer regelmäßig Möbel aufbaut, braucht für Dinge vielleicht eine Stunde, an denen andere einen ganzen Nachmittag verzweifeln.
Und wer beruflich oder privat jahrelange Erfahrung mit einem bestimmten Thema gesammelt hat, besitzt möglicherweise Wissen, das für andere Menschen einen echten Wert hat.
Daraus muss nicht zwangsläufig ein großes Unternehmen entstehen.
Aber es kann eine Dienstleistung daraus entstehen.
Man muss nicht groß anfangen
Die Zahlen zeigen, dass kleine Unternehmen und Gründungen im Nebenerwerb in Deutschland keineswegs ein Randphänomen sind.
Millionen Unternehmen gehören zu den kleinen und mittleren Unternehmen. Gleichzeitig entscheiden sich jedes Jahr viele Menschen dafür, eine selbstständige Tätigkeit zunächst im Nebenerwerb aufzubauen.
Der erste Schritt muss deshalb nicht riesig sein.
Vielleicht beginnt er einfach damit, aufzuschreiben, womit du dich auskennst und wobei du anderen Menschen helfen kannst.
Genau dafür soll KennMichAus einen Platz bieten.
Deine Dienstleistung auf KennMichAus anbieten
Du bist bereits selbstständig, führst ein kleines Unternehmen oder möchtest zunächst ausprobieren, ob Interesse an deiner Dienstleistung besteht?
Dann kannst du auf KennMichAus ein Profil erstellen und dein Angebot präsentieren.
Beschreibe möglichst konkret, was du kannst, wem du helfen möchtest und welche Erfahrungen du mitbringst.
Denn Menschen suchen nicht immer nach dem größten Unternehmen.
Oft suchen sie einfach jemanden, der sich mit ihrem Problem auskennt.